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Moderne Medientechnik und nachlassende Recherche
Renate Lenhardt, freie Hörfunkjournalistin, Weil am Rhein
Als Hörfunkjournalistin bin ich mittlerweile schon sehr pessimistisch geworden, was moderne Medientechnik und die damit nachlassende Recherche (Hintergründe, konkrete Fragegestellungen an die betreffenden Menschen, Analysen etc.) angeht. M.A. sind der Faktor Zeit (nicht nur in Formatradios auch immer häufiger in kleinen Hörfunksendern z.B.auch ″Freien Radios″) und der Faktor Quoten (sic!) sowie eine Tendenz zur Hofberichterstattung (Stichwort ″Journaille″) wesentlich am rapiden Nachlassen der Qualität im Hörfunk beteiligt.
Tatsächlich hat die Konzentration (gerade bei Sendern mit kleinem Budget) auf die Technik zugenommen und proportional dazu die Qualität der Beiträge abgenommen.
Leider findet man schon bei Gymnasialschülern die Meinung vertreten (an zwei Lörracher Gymnasien verbreitet), dass Recherche via Google ausreiche. Hinzu kommt, dass es viele Parvenüs im Journalismus gibt, die mit einer gründlichen Recherche geistig überfordert sind, und da bietet das Internet eine willkommene Quelle. Um das Internet richtig zu nutzen (auszuschöpfen) müssen Fachwissen, Allgemeinwissen und generell eine gute Allgemeinbildung vorhanden sein.
Mit den besten Grüßen und hoffentlich einem AHA-Effekt in den höheren Etagen der großen Formatsender ;-)
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