FAIR RADIO TUTZINGER ETHIK APPELL - für ein glaubwürdiges Radio

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Mutmaßliche Schleichwerbung mit und für Bankhofer auch im Radio

Einmal mehr kamen die Beiträge von Schlenker PR

28.7.2008


Denn offenbar war der jetzt mutmaßliche ″Schleichwerber″ Hademar Bankhofer bzw. MCM Klosterfrau Kunde bei radioboerse.de bzw podfm.de.

Sprich: Es wurden sendefertige Beiträge in Auftrag gegeben, die z.B. das Präparat ″Limptar N″ vorstellen - kritiklos und ohne weitere Präparate zu nennen.

Für den Hörer klangen die Beiträge journalistisch. Als PR waren sie nicht zu erkennen.

Besonders traurig im Fall des Gesundheitsexperten Bankhofer: Das Fernsehen hat nach Hinweisen aus der Blogger-Szene reagiert. Von der Verfehlungen des Hörfunks dagegen ist kaum die Rede.

Warum nur?

Vor allem das Fernsehen, so scheint es, kämpft um seine Glaubwürdigkeit. Überall ist jetzt, da die Blogger von boocompany.de Hinweise auf Schleichwerbung zusammengetragen haben, von gestrichenen Fernsehauftritten Bankhofers die Rede. Der Hörfunk dagegen? Schweigt.

Dabei haben sich viele Radiostationen ebenfalls schuldig gemacht. Sie haben einmal mehr PR als Journalismus ausgegeben.

Angeprangert wird das indes kaum. Vielleicht weil der Hörfunk längst auf dem Abstellgleis steht? Motto: Fernsehen gilt eh als wirkmächtiger. Was macht da so ein ″bisschen″ PR im Hörfunk?

Das kann man so sehen und viele Sender werden sich freuen: Glück gehabt. Der Hörfunk ist aus der Schusslinie.

Doch wünschenswert wäre, dass auch die betroffenen Sender, die Radiobörse-Beiträge mit und über Bankhofer ausgetrahlt haben, sich zu Ihren Fehlern bekennen.

Jetzt endlich wäre es an der Zeit umzudenken und sich einzugestehen, dass interessengleitete PR im Hörfunk nichts zu suchen hat - wenn schon nicht aus Verpflichtung gegenüber dem Hörer, dann doch wenigstens aus Sorge um den Sender. Denn wer PR-Beiträge ausstrahlt macht sich angreifbar.

Und wer weiß: Das nächste Mal listen die Blogger von boocompany vielleicht einmal die Verfehlungen von Radiostationen auf, die PR allzu sorglos ins Programm nehmen.

Manchmal möchte man es sich fast wünschen.

Sandra Müller, FAIR RADIO

PS: Das Video von boocompany.com ist nach juristischen Interventionen inzwischen nur noch auf deren eigener Homepage zu sehen. In dem Beitrag geht es ab 5:11 auch um Beiträge von radioboerse.de.



Weitere Beiträge, in denen Hademar Bankhofer das Präparat Limptar N von MCM Klosterfrau bewirbt.
Beitrag 1
Beitrag 2


Auch sie wurden in Radiosendern vermutlich im redaktionellen Teil gespielt.

Folgender Beitrag war im August 2007 kostenlos bei podfm.de herunterzuladen und zur Sendung freigegeben.





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KOMMENTAR

EGAL hat Recht. Ihr stellt alle unter Generalverdacht

Kommentar von Michael Grasser, --, Berlin


Ich weiß nicht ob ihr Journalisten seid, das entsprechende Handwerk beherrscht ihr jedenfalls nicht! Eurer Satz:

„Dabei haben sich viele Radiostationen ebenfalls schuldig gemacht. Sie haben einmal mehr PR als Journalismus ausgegeben.“

Ist nicht belegbar! Dabei bleibt es! „EGAL hat recht!“ Ihr Stellt eine ganze Branche unter Generalverdacht, und mehrer hundert Redakteure dazu! Ich arbeite seit mehr als 10 Jahren im privaten Hörfunk, habe bei sieben großen Sendern gearbeitet. Nie, aber auch wirklich NIE haben wir Beiträge von Schlecker eingesetzt! Warum? Weil sie durch ihre aufdringliche Werbung nicht sendbar sind! Meine Bitte: Stellt Euren Artikel richtig! Ob Ihr Euch entschuldigt ist zwar Eure Sache, würde dem Ruf dieser Initiative aber wohl durchaus helfen, denn das Grundanliegen ist RICHTIG und GUT!


Antwort von FAIR RADIO:

Zum Vorwurf des ″Generalverdachts″

Uns tut es ausgesprochen leid, wenn seriöse Radiomacher und solche, die sich Gedanken machen über die Problematik, sich angegriffen fühlen.
Denn dann hätten wir defintiv die Falschen getroffen.

Wir betonen deshalb gerne ausdrücklich, dass es viele Sender gibt, die kein PR-Material einsetzen und sich korrekt verhalten.

Dennoch ändert das nichts an der Gesamtsituation, die auch Helmut Volpers vom Institut für Informationswissenschaft an der FH Köln in seiner Studie ″Public Relations und werbliche Erscheinungsformen im Radio″ schon beschrieben hat.

Er spricht in punkto Hörfunk und PR von einem ″Infiltrationsprozess der Public Relations in den Kernbestand journalistischer Kommunikationsinhalte″.

In einem ZDF-Beitrag bei frontal21 sagte er dazu:

″Ich finde, dass die Lage in den letzten Jahren dramatisch geworden ist.
Dass vor allen Dingen kleine Hörfunkstationen in zunehmenden Maße entsprechende PR-Beiträge in ihrem Programm verwenden und dass darunter die Glaubwürdigkeit des Mediums Hörfunk leidet.″

Der Generalverdacht ist also längst eine offen beschriebene GeneralPROBLEMATIK.

Und die betrifft uns ALLE. Auch und gerade die, die faires Radioprogramm machen wollen.

Das Erstaunen muss also erlaubt sein:

Warum schlägt der Fall Bankhofer im Fernsehen Wellen?
Warum bemühen sich die Sender dort um ihre Glaubwürdigkeit?
Warum ziehen Fernsehredaktionen Konsequenzen oder kommunizieren zumindest, dass sie über den Fall beraten (haben)?
Warum schreiben Zeitungen, die mit Bankhofer arbeiten, offen über ihr weiteres Vorgehen?
Und warum bleibt der Hörfunk im Unterschied dazu sprachlos?

Bankhofer war und ist auf einigen Radiosendern zu hören (gewesen) - ob mit vorgefertigten PR-Beiträgen oder als fester Interviewpartner.
Dennoch findet öffentlich darüber keine kritische Auseinandersetzung statt - anders als bezüglich seiner Fernsehauftritte.

Es bleibt dabei: Wir mögen mit unserem Artikel provozieren, aber der Hörfunk braucht dringend eine Diskussion über dieses Thema und MEHR Selbstkritik, nicht weniger - selbst wenn man dazu
erst einmal das eigene Nest beschmutzen muss.

Denn ja: Viele FAIR RADIO-Unterstützer sind selbst Radiomacher, öffentlich-rechtlich UND privat. (siehe Liste der Unterzeichner)

PS an Herrn Grasser: Wir hätten Ihnen gerne auch persönlich geantwortet. Leider bekommen wir unter der angegebenen E-Mail-Adresse immer eine Fehlermeldung. Schade. Links zum Kommentar:

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KOMMENTAR

Woher wisst ihr das der Beitrag bei Radiosendern gesendet wurde?

Kommentar von EGAL, Redakteur, Hamburg


Ihr behauptet einfach, dass sich hier Radiosender schuldig gemacht hätten! Aha! Welche? Woher wisst Ihr dass dieser Beitrag auch ausgestrahlt wurde? Belegt es und arbeitet damit so sauber wie Ihr es von anderen verlangt!



Antwort von FAIR RADIO:

Du hast recht: Noch fehlen uns die BEweise im juristischen Sinne.

Wir haben jedoch genügend eindeutige HINweise, um sagen zu können:

Die Beiträge sind mit Sicherheit auf IRGENDEINDEM Sender gelaufen.

Im Detail heißt das:

Es liegt in der Tat kein Mitschnitt eines einzelnen Senders vor.


Denn anders als bei der Zeitung ist der Gang ins Archiv bei Radiosendern nicht möglich.

Die Chance, an einen Mitschnitt zu kommen, der einem einzelnen Sender nachweist, dass er am soundsovielten um x Uhr y einen Radiobörse-Klosterfrau-Bankhofer-Beitrag gespielt hat, ist gleich null.

Dennoch besteht kein Zweifel, dass die produzierten Beiträge bei IRGENDEINEM Sender gelaufen sind.

Das bestätigt uns,

a) ein ehemaliger Mitarbeiter von Schlenker-PR, der verständlicherweise anonym bleiben will.

Demnach werden die Radiobörse-Beiträge üblicherweise als Paket an die Sender abgegeben.

Sprich: Meist wird alles, was angeboten wird auch übernommen.

Einzelne der Sender sind dazu sogar vertraglich verpflichtet. Einige werden dafür auch bezahlt. Das sagt der Mitarbeiter und das hat

b) auch erstmals der Radiomacher Alfons Kelnhofer im kürzlich gezeigten Beitrag von Report Mainz bestätigt.

Der ehemalige Schlenker- Mitarbeiter betont indes auch: Dass einzelne Beiträge, die über radioboerse.de angeboten werden, überhaupt NICHT ausgestrahlt wurden, sei noch nie vorgekommen.

Es wäre also mehr als erstaunlich, wenn ausgerechnet die Beiträge mit Herrn Bankhofer nie gesendet worden wären.

Wir haben außerdem

c) in einem Fall den eindeutigen Beweis vorliegen, dass ein Sender einen Radiobörse-Klosterfrau-Bankhofer-Beitrag auf der Internetseite verbreitet hat - ohne Kennzeichnung, also als scheinbar redaktionellen Beitrag.

Von dem ehemaligen Schlenker-Mitarbeiter wissen wir wiederum, dass Beiträge, die online gestellt werden, auch on air gespielt werden. Verträge, die nur die Online-Verwertung vorsehen, gebe es nicht.

Außerdem wissen wir,

d) dass MCM Klosterfrau über einen längeren Zeitraum nachweislich MEHRERE Beiträge mit Herrn Bankhofer über Radiobörse.de abgesetzt hat.

Da sich solche Firmen, die Ausstrahlung der Beiträge meist akribisch dokumentieren lassen, darf man davon ausgehen, dass die Stücke auf IRGENDEINEM Sender zu hören waren.

Eine Anfrage dazu bei Klosterfrau läuft noch.


Deshalb zugegeben: Wir haben tatsächlich (noch) keine BEweise im juristischen Sinne. Deshalb nennen wir auch (noch) keine einzelnen verdächtigen Sender.

Aber die HINweise auf den wenig zweifelhaften Sachverhalt als SOLCHEN reichen unseres Erachtens, um zu behaupten:

Die Beiträge sind irgendwo im Radio zu hören gewesen.

Wir hatten gehofft, dass kritische Radiomacher die Chance nutzen, zu sagen: Wir HABEN das gemacht. Jetzt ist es Zeit aufzuhören. Links zum Kommentar:

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